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Algen – das Lebensmittel aus dem Meeresraum

Algen – das Lebensmittel aus dem Meeresraum

Unsere Ozeane birgen Millionen von Geheimnissen und wertvollen Schätzen. Seit tausenden von Jahren verwenden die Menschen diese Schätze. Nicht nur Fisch, sondern auch Gemüse aus dem Meer findet sich auf unserem Speiseplan wieder.

In den asiatischen Ländern ist Seetang zu einem festen Bestandteil der traditionellen Küche geworden. Die bekannteste Sorte ist ‚Nori‘. Wer schon einmal in einem japanischen Restaurant Kombu, Wakame oder Sushi bestellt hat, kennt das geschmacksneutrale und dennoch leicht-salzige Nahrungsmittel der Asiaten. Es gibt mehr als 500.000 Arten von Algen. Nur wenige davon landen jedoch auf unserem Teller – gekocht, gebraten, gedämpft oder in auch in Essig eingelegt.      

Auch auf Sylt gibt es Gebiete, in denen zum Beispiel die Rotalge Palmaria und die Braunalge Laminaria gezüchtet werden. Vor allem Sushi ist in Deutschland allgegenwärtig. In allen Variationen sind die in Seetang eingerollten Reisröllchen zu genießen. Wie wäre es mit Lachs mit Avocado, Ziegenfrischkäse mit Kräutern oder doch lieber Hähnchen-Kokos-Curry? Umhüllt in Reis und eingewickelt in Seetang wird es zum wahren Gaumenschmaus.

Das Gemüse aus dem Ozean ist nicht nur lecker, sondern auch noch sehr gesund. Ein großer Teil der essbaren Algen besteht aus wertvollen Ballaststoffen, die ein schnelles Sättigungsgefühl erzeugen. Außerdem gehört die Meerespflanze zu den wenigen Lebensmitteln, die das wichtige Vitamin B12 enthalten. Das kann vor allem für Vegetarier und Veganer interessant sein. Zudem hat es kaum Kalorien und sorgt gleichzeitig mit einem hohen Proteingehalt für einen gesunden Muskelaufbau. Algen sollen dabei unterstützen, den Körper zu entgiften und beliefert ihn gleichzeitig mit wertvollen Vitalstoffen und Omega-3-Fettsäuren.

Algen nur in Maßen einnehmen

Wissenschaftler warnen vor der hohen Jodkonzentration in Algen. Deswegen ist es nicht verkehrt, den Hinweisen auf der Verpackung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Häufig werden Algen als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Im Handel erhältlich sind sie sowohl in Pulver- als auch in Tablettenform. 2013 wurde bei einer wissenschaftliche Untersuchung herausgefunden, dass viele dieser Produkte mit der AFA-Alge einige Giftstoffe enthalten, die chronische Belastungen und Lebererkrankungen hervorrufen können. Deswegen soll auf eine rücksichtsvolle Einnahme geachtet werden. Ein Verzehr von 0,2 Milligramm Jod pro Tag sollte nicht überschritten werden. Die für Sushi verwendeten Nori-Blätter sind in Maßen jedoch ungefährlich.

Gesundheitsversprechen als Werbeaktion?

Algenprodukte werden oft als Allheilmittel bezeichnet. Sie sollen gegen Diabetes, Krebs und Rheuma vorbeugen und den Cholesterinspiegel senken. Hierfür gibt es allerdings keinerlei nachweisbare Studien. Nachgewiesen ist jedoch, dass eine Behandlung mit Algen bei Bluterkrankungen wie Arteriosklerose zu positiven Ergebnissen geführt haben.  Hierfür sorgt ihr Inhaltsstoff Astaxanthin. Empfohlen wird der Kauf in der Apotheke.

Alles in allem sind Algen ein gesundes Nahrungsmittel und vielfältig in der Küche verwendbar. Man sollte jedoch Werbeaktionen kritisch hinterfragen und bei Zweifeln die Experten zurate ziehen.


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Susanne Langner

Susanne Langner ist Inhaberin vom Vitalpunkt und organisiert Kurse, Veranstaltungen und Events. Sie berät Familien, Kinder, Privatpersonen und Firmen. Gerne auch direkt vor Ort und bundesweit.



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